Holzkirchen

Mauswiesel verirrt sich in Büro

Einen tierischen Einsatz hatte die Polizeiinspektion Holzkirchen am Samstag
früh im Veilchenweg in Holzkirchen zu bewältigen. Ein 60jähriger Informatiker
staunte nicht schlecht als er in seinem Büro ein „marderähnliches Wesen mit
einem weißen Bauch“ feststellte. Der Jagd- und Waffensachbearbeiter der PI
Holzkirchen machte sich daraufhin sofort auf den Weg, um die Identität des
Eindringlings festzustellen.
Es gelang tatsächlich sehr schnell, es zwischen zwei Sofapolstern zu
lokalisieren und mithilfe eines Kartons mit eingeschnittener
„Mauselochöffnung“ ohne Widerstand in Gewahrsam zu nehmen.
Tatsächlich handelte es sich um ein Mauswiesel, welches zur Familie der
Marder gehört und neben dem bekannteren Großen Wiesel oder auch
Hermelin genannt zu der zweiten in Mitteleuropa heimischen Wieselart gehört.
Das Mauswiesel hat je nach Verbreitungsgebiet eine Kopfrumpflänge
zwischen 11cm und 26 cm (z.B. Ungarn), wobei die bei uns anzutreffenden
Exemplare sich eher an der unteren Größenangabe bewegen. Seine Nahrung
besteht vorrangig aus Kleinsäugern, wie z.B. Wühlmäusen, was auch seine
Körpergröße erklärt, da es in Mäusegängen jagt. 2013 war das Mauswiesel in
Deutschland das „Tier des Jahres“. In Bayern unterliegt es dem Jagdrecht und
dürfte zwischen 01.08. und 28.02. bejagt werden, was in der Praxis aber
wegen seines Nutzens als „Schädlingsbekämpfer“ kaum passiert.
Anzumerken wäre noch, dass der Tibetspaniel der Bewohner als Jagd- oder
Wachhund ungeeignet wäre, da er das vermutlich über die Terrassentür ins
Haus gelangte Wiesel ohne Murren passieren ließ und auch sonst kein
Interesse an dem Tierchen zeigte.
Das Wiesel wurde umgehend an einem von der Wohnsiedlung etwas
entfernten Maisfeldrand in die Freiheit entlassen, was es mit einigen Fiepsern
dankte, ehe es tatsächlich in einem Mauseloch verschwand.


Polizei Holzkirchen | Bei uns veröffentlicht am 12.08.2018


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